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<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="../../assets/xml/rss.xsl" media="all"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Pentagrid AG (Einträge über Physische Sicherheit)</title><link>https://www.pentagrid.ch/</link><description></description><atom:link href="https://www.pentagrid.ch/de/categories/physische-sicherheit.xml" rel="self" type="application/rss+xml"></atom:link><language>de</language><copyright>Contents © 2026 Pentagrid AG </copyright><lastBuildDate>Thu, 04 Jun 2026 09:58:59 GMT</lastBuildDate><generator>Nikola (getnikola.com)</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><item><title>Kiosk-Modus-Bypass bei Hotel-Check-in-Terminal mit Ariane Allegro Scenario Player</title><link>https://www.pentagrid.ch/de/blog/ariane-allegro-hotel-check-in-terminal-kios-escape/</link><dc:creator>Pentagrid AG</dc:creator><description>&lt;p&gt;Ein Threat-Modelling-Workshop verschlug uns an einen entfernt gelegenen Ort mit neuem Hotel. Das Hotel war so klein, dass es kein Personal für den Check-in gab, dafür aber ein Selbstbedienungs-Terminal für den Check-in. Es passierte, was passieren musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hotel-Check-in-Terminal basiert auf dem Ariane Allegro Scenario Player. Die Software läuft in einem Kiosk-Modus. Bei Eingabe eines Anführungszeichens in die Gästesuche stürzte die Anwendung ab und beendete den Kiosk-Modus. Dadurch war ein Zugriff auf den Windows-Desktop möglich. Nach Angaben von Ariane war in dem neuen Hotel eine alte Softwareversion installiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Eigenangaben von Ariane Systems, ist Ariane "der weltweit führende Anbieter von Self-Check-in und Check-out Lösungen für die Hotelbranche. [...] Ariane bedient derzeit 3.000 Hotels und 500.000 Zimmer in mehr als 25 Ländern. Dazu gehört ein Drittel der 100 größten Hotelketten weltweit."&lt;/p&gt;
&lt;!-- TEASER_END --&gt;
&lt;section id="timeline"&gt;
&lt;h2&gt;Timeline&lt;/h2&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-05: Verwundbarkeit entdeckt in einem Check-in-Terminal.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-06: Vorläufiges Advisory verschriftlicht.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-06: Informationen zur Verwundbarkeit an den betroffenen Hotelbetrieb gesendet und nach Versionsinformationen gefragt.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-07: Kontaktinformationen für das Mitteilen von Schwachstellen an Ariane Systems recherchiert. Der Hersteller nutzt für die Kontaktmitteilung weder security.txt noch einen entsprechenden TXT-Record im DNS. Auf der Herstellerwebseite gibt es keinen Hinweis auf ein Produktsicherheitsteam. Daher kontaktierte Pentagrid initial den Support via &lt;a class="reference external" href="mailto:support@ariane.com"&gt;support@ariane.com&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-14: Erneute Kontaktaufnahme über den Support von Ariane Systems, da keine Rückmeldung erfolgte.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-14: Statusinformation an das betroffene Hotel gesendet.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-14: Kontaktaufnahme mit technischem Leiter und Chief Product Officer von Ariane Systems via Linkedin. Der Chief Product Officer empfahl, sich an &lt;a class="reference external" href="mailto:dataprivacy@ariane.com"&gt;dataprivacy@ariane.com&lt;/a&gt; zu wenden.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-14: E-Mail an &lt;a class="reference external" href="mailto:dataprivacy@ariane.com"&gt;dataprivacy@ariane.com&lt;/a&gt; gesendet.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-14: Überprüfung anhand von eigenen Mailserverlogs, ob alle E-Mails früherer Kommunikationsversuche vom Mailserver von Ariane Systems empfangen wurden.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-15: Versucht, über Linkedin eine Empfangsbestätigung vom Chief Product Officer zu erhalten, nachdem Rückmeldung ausblieb.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-18: Kontaktierungsversuch Chief Product Officer per E-Mail mittels Erraten der E-Mail-Adresse wegen ausbleibender Antwort, aber das Erraten der E-Mail-Adresse ist fehlgeschlagen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-18: Kontaktaufnahme Chief Product Officer via Linkedin zur Bestätigung des Mailerhalts.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-18: Öffentlich Kontaktaufnahme mit Ariane System's via Linkedin.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-18: Übermittlung der Details zur Verwundbarkeit an &lt;a class="reference external" href="mailto:dataprivacy@ariane.com"&gt;dataprivacy@ariane.com&lt;/a&gt; nach erster Kontaktbestätigung via E-Mail.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-18: Gemäß Ariane Systems erster Reaktion handelt es sich um Altsysteme, die USB-Ports seien deaktiviert und Mitteilung dass „keine personenbezogenen Daten oder verwertbaren Daten vom Kiosk abgerufen werden können“.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-03-25: Rückmeldung an Ariane Systems und Bestreiten der Behauptung, dass keine personenbezogenen Daten abgerufen werden können, da das Terminal als Teil des Systemdesigns Rechnungsdateien erstellt und zugänglich hält.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-04-11: Call mit Ariane Systems.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-05-31: Status bei Ariane Systems angefragt, aber ohne Antwort.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-06-05: Veröffentlichung nach 90 Tagen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-06-06: CVE-2024-37364 wurde zugewiesen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="umgehung-des-kios-modus"&gt;
&lt;h2&gt;Umgehung des Kios-Modus&lt;/h2&gt;
&lt;pre class="literal-block"&gt;CVSS:3.1/AV:P/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H, 6.8 Mittel&lt;/pre&gt;
&lt;section id="betroffene-komponenten"&gt;
&lt;h3&gt;Betroffene Komponenten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei dem Check-in-Terminal handelt es sich wahrscheinlich um ein Terminal der Serie Ariane Duo 6000. Auf diesem läuft die Software Ariane Allegro Scenario Player.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Hotelkette in Liechtenstein und der Schweiz nutzt das Check-in-Terminal für kleinere Hotelstandorte. Das Check-in-Terminal unterstützt sowohl die Zimmerbuchung als auch das Einchecken im Hotel. Es leitet den Zahlungsvorgang über ein POS-Terminal ein, stellt RFID-Transponder für die Hotelzimmeröffnung aus und druckt eine Rechnung.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="zusammenfassung"&gt;
&lt;h3&gt;Zusammenfassung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Check-in-Terminal ermöglicht die Suche nach bestehenden Zimmerreservierungen. Reservierungen können mittels Buchungscode oder Nachnamen gesucht werden. Wenn man eine Reservierung anhand eines Namens sucht und der Name ein Hochkomma enthält, hängt der Allegro Scenario Player. Bei erneutem Berühren des Touchscreens fragt Windows, ob die Anwendung beendet werden soll. Das Beenden der Anwendung beendet dann auch den Kiosk-Modus.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="auswirkung"&gt;
&lt;h3&gt;Auswirkung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Anwendung gestoppt wird, wird der Kiosk-Modus beendet und man erhält Zugriff auf einen Windows-Desktop.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Zugriff auf den Windows-Desktop werden Angriffe auf das Hotelnetz möglich, ebenso wie der Zugriff auf die auf dem Terminal gespeicherten Daten, einschließlich personenbezogener Daten, Reservierungen und Rechnungen. Mit der Möglichkeit eigenen Programmcode einzuschleusen und auszuführen, wäre es möglich, Zimmerschlüssel für andere Zimmer zu erstellen, da die Funktionalität zur RFID-Transponderprovisionierung auf dem Terminal implementiert ist.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="technische-details"&gt;
&lt;h3&gt;Technische Details&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei Suche einer bestehenden Reservierung anhand eines Nachnamens und Eingabe eines zusätzlichen Hochkommas bleibt die Anwendung hängen. Eine Beispieleingabe, die diesen Effekt verursacht, ist „O'YOLO“.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_enter_name.jpg"&gt;
&lt;img alt="Eingabe eines Namens in das Suchfeld mit einem einfachen Anführungszeichen. In diesem Beispiel wird „O'YOLO“ eingegeben. Das Logo der Hotelkette ist im Foto maskiert." class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_enter_name.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Die Anwendung bleibt hängen. Bei erneutem Berühren des Elo-Displays fragt Windows, ob die Anwendung beendet oder weiter gewartet werden soll.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_stop_kiosk_application.jpg"&gt;
&lt;img alt="Windows fragt, ob die Anwendung fortgeführt oder gestoppt werden soll." class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_stop_kiosk_application.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Bei Abbruch der Anwendung wird der Windows-Desktop sichtbar.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_kiosk_mode_stopped.jpg"&gt;
&lt;img alt="Der Windows-Desktop ist nach dem Beenden des Kiosk-Modus zugreifbar." class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202406_ariane_hotel_terminal_kiosk_mode_stopped.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="vorbedingung"&gt;
&lt;h3&gt;Vorbedingung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein Angreifer benötigt physischen Zugang zu einem Check-in-Terminal und je nach Angriffsvorbereitung zusätzliche Zeit am Terminal. Das Terminal muss sich in einem Zustand befinden, in dem es Selbstbedienung zulässt, beispielsweise wenn es nur abends aktiviert wäre.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="empfehlung"&gt;
&lt;h3&gt;Empfehlung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nach Angaben von Ariane Systems wurde das Problem im Allegro Scenario Player behoben. Pentagrid empfiehlt daher Hotels, welche das Terminal nutzen:&lt;/p&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;sicherzustellen, dass eine aktuelle Version der Software installiert ist. Die Version, die das Problem behebt, ist Pentagrid nicht bekannt. Daher wäre Ariane Systems zu fragen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Check-in-Terminals zu isolieren, so dass bei Kompromittierung kein Angriff auf weitere Infrastruktur möglich wird.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="credits"&gt;
&lt;h3&gt;Credits&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Verwundbarkeit wurde versehentlich von Martin "O'YOLO" Schobert (Pentagrid) entdeckt.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;/section&gt;</description><category>Advisory</category><category>Kiosk-Modus</category><category>Physische Sicherheit</category><guid>https://www.pentagrid.ch/de/blog/ariane-allegro-hotel-check-in-terminal-kios-escape/</guid><pubDate>Wed, 05 Jun 2024 07:42:00 GMT</pubDate></item><item><title>Preisgabe von Tastenschloss-Codes bei Check-in-Terminal von IBIS-Hotel</title><link>https://www.pentagrid.ch/de/blog/preisgabe-tastenschloss-codes-check-in-terminal-ibis-hotel/</link><dc:creator>Pentagrid AG</dc:creator><description>&lt;p&gt;Nach einem Hackerkongress in Hamburg stellte Pentagrid fest, dass ein Check-in-Terminal eines IBIS-Budget-Hotels die Tastencodes von fast der Hälfte der Hotelzimmer preisgab, wenn ein Benutzer nach einer bestimmten Form einer nicht alphanumerischen Buchungsnummer suchte. Der Zugang zu den Hotelzimmern ermöglicht den Diebstahl von Wertsachen, insbesondere wenn Low-Budget-Hotelzimmer nicht mit einem Zimmersafe ausgestattet sind. Der Hotelkettenbetreiber Accor hat das Problem nach eigenen Angaben mittlerweile behoben.&lt;/p&gt;
&lt;!-- TEASER_END --&gt;
&lt;section id="timeline"&gt;
&lt;h2&gt;Timeline&lt;/h2&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2023-12-31: Schwachstelle in einem Check-in-Terminal in Hamburg gefunden.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-01: Erster mündlicher Bericht der Schwachstelle an den Franchisenehmer Sczygiel Hotelmanagement GmbH.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-02: Erster Entwurf des Advisories.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-02: security.txt für ibis.accor.com gefunden, welche auf das Yagosha-Portal als Kontakt für die Meldung von Sicherheitslücken verweist. Dieses Programm erfordert eine schriftliche Zustimmung zur Veröffentlichung, was nicht zur Coordinated Disclosure Policy von Pentagrid passt. Eine ältere Version der security.txt listet &lt;a class="reference external" href="mailto:security@accor.com"&gt;security@accor.com&lt;/a&gt; als Kontakt auf, was auch der GPG-Key-Identity in der aktuellen security.txt entspricht.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-02: Erster Kontakt mit &lt;a class="reference external" href="mailto:security@accor.com"&gt;security@accor.com&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-02: Status an den Franchisenehmer kommuniziert.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-03: Antwort von &lt;a class="reference external" href="mailto:security@accor.com"&gt;security@accor.com&lt;/a&gt; mit Wunsch, die Schwachstelle nicht öffentlich zu kommunizieren und das Yagosha-Programm zu nutzen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-03: Versuch, das weitere Vorgehen und den Veröffentlichungsmodus zu klären.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-11: Nach Ausbleiben einer Antwort erneuter Kontakt mit Accor-Sicherheitsteam und Übermittlung von Details zur Schwachstelle. Fristsetzung für erste Reaktion bis 2024-01-15.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-11: Antwort des Sicherheitsteams, dass sie keine Einreichungen per E-Mail akzeptieren, sondern nur über das Yogosha-Programm, und dass Pentagrid davon absehen sollte, weitere Mails über den E-Mail-Kanal zu versenden.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-11: Pentagrid informierte, dass die Konsequenz einer nicht fristgerechten Antwort die Veröffentlichung der Schwachstelle ist, in diesem speziellen Fall zumindest vorübergehend ohne Details, die eine Ausnutzung ermöglichen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-16: Frist für die Veröffentlichung nach 14 Tagen, wenn keine Reaktion erfolgt, gemäß eingangs mitgeteilter Coordinated Disclosure Policy von Pentagrid. Vorzeitige Veröffentlichung wurde jedoch verschoben.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-18: Pentagrid bat Accor Security um einen Status bezüglich der Problemverifizierung und des Zeitplans für die Behebung.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-25: Statusanfrage wegen ausbleibender Antwort wiederholt.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-01-26: Accor bestätigte die Reproduzierbarkeit des Problems und die Behebung bei betroffenen Terminals.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;2024-04-02: Deadline für Veröffentlichung nach 90 Tagen und Veröffentlichung des Advisories.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="preisgabe-von-tastenschloss-codes"&gt;
&lt;h2&gt;Preisgabe von Tastenschloss-Codes&lt;/h2&gt;
&lt;pre class="literal-block"&gt;CVSS:3.1/AV:P/AC:L/PR:N/UI:N/S:C/C:H/I:N/A:N, 5.3 Mittel&lt;/pre&gt;
&lt;section id="betroffene-komponenten"&gt;
&lt;h3&gt;Betroffene Komponenten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Pentagrid identifizierte die Schwachstelle bei dem Check-in-Terminal mit der ID 2711 in Hamburg Altona. Der Hersteller und das Produkt des Terminals sind Pentagrid nicht bekannt. Wahrscheinlich sind auch andere Terminals betroffen. Laut einer &lt;a class="reference external" href="https://www.google.com/search?q=%22ibis+budget%22+%22check-in+automat%22&amp;amp;tbm=isch"&gt;Google-Bildersuche für diese Art von Check-in-Automaten&lt;/a&gt; werden sie bei mehreren Hotels der Marke IBIS Budget in Deutschland und anderen europäischen Ländern eingesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="zusammenfassung"&gt;
&lt;h3&gt;Zusammenfassung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Hotelrezeption nicht besetzt ist, können die Gäste über ein Terminal einchecken. Das Terminal unterstützt auch die Abfrage von bestehenden Buchungen. Mit einer Buchungs-ID können die Gäste ihre Zimmernummer und ihren Tastenschloss-Code anzeigen. Bei Eingabe von "------" als Buchungs-ID listet das Check-in-Terminal jedoch auch die Buchungen und Tastaturcodes anderer Gäste auf.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="auswirkung"&gt;
&lt;h3&gt;Auswirkung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Check-in-Terminal gibt sensible Informationen wie die Zimmernummer und die Tastenschloss-Codes preis. Der Tastenschloss-Code ändert sich während des Aufenthalts nicht. Daher ermöglichen die Informationen über den Tastenschloss-Code den physischen Zugang zu den Hotelzimmern.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="technische-details"&gt;
&lt;h3&gt;Technische Details&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Für die Suche nach bestehenden Buchungen gibt ein Gast die Buchungs-ID ein. Soweit gesehen, handelt es sich dabei um einen achtstelligen Code. Mit einer gegebenen Buchungs-ID kann ein Gast dann die Zimmernummer und den Tastenschloss-Code des Hotelzimmers nachsehen. Der Tastenschloss-Code ist ein sechsstelliger numerischer Code.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einer ungültigen Buchungs-ID zeigt das Terminal eine Meldung an, dass die Buchungs-ID nicht bekannt ist. Wenn ein Gast keine Buchungs-ID eingibt und stattdessen beispielsweise "------", listet das Check-in-Terminal vorhandene Buchungen auf. Jede andere Folge von Bindestrichen wird ebenfalls akzeptiert, wenn sie lang genug ist, um die Schaltfläche "Senden" zu aktivieren. Wegen der variablen Länge wird davon ausgegangen, dass es sich nicht um einen Mastercode, sondern um einen Fehler oder ein nicht deaktivierte Testfunktion handelt.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202404_enter_booking_id.jpg"&gt;
&lt;img alt='Eingabe von mindestens sechs Bindestrichen als Buchungscode, bis die Schaltfläche "Senden" aktiviert wird.' class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202404_enter_booking_id.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Die Liste der Buchungen enthält die Buchungs-ID, einen Zeitstempel (wahrscheinlich das erwartete Ankunftsdatum) und den Gesamtpreis, der einen Hinweis auf die Aufenthaltsdauer des Gastes geben kann.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202404_booking_list_masked.jpg"&gt;
&lt;img alt="Ein Ausschnitt der Buchungen aus der Buchungsliste. Die Buchungscodes sind maskiert." class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202404_booking_list_masked.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Bei Auswahl einer Buchung werden die Zimmernummer und der Tastenschloss-Code angezeigt, der den Zugang zu den Hotelzimmern anderer Gäste ermöglicht.&lt;/p&gt;
&lt;a class="reference external image-reference" href="https://www.pentagrid.ch/images/202404_keypad_code_masked.jpg"&gt;
&lt;img alt="Auf dem Bildschirm des Check-in-Terminals werden die Zimmernummer und der Tastenschloss-Code angezeigt (maskiert)." class="align-center" src="https://www.pentagrid.ch/images/202404_keypad_code_masked.thumbnail.jpg"&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Ein &lt;a class="reference external" href="https://vimeo.com/927961761"&gt;Demonstrationsvideo&lt;/a&gt; haben wir auf Vimeo veröffentlicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hotel, in dem der Befund festgestellt wurde, hatte 87 Buchungseinträge in der Liste. Nach Angaben des Empfangspersonals verfügt das Hotel über 180 Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur eine Buchungs-ID zu verlangen, um den Zimmercode zu erhalten, ist für den Gast einfach, aber potenziell mit Risiko behaftet. Buchungs-IDs können durch weggeworfene Rechnungen und Ausdrucke öffentlich werden.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="vorbedingung"&gt;
&lt;h3&gt;Vorbedingung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein Angreifer benötigt physischen Zugang zu einem Check-in-Terminal. Das Terminal muss sich in einem Zustand befinden, in dem es eine Nutzung zulässt, zum Beispiel während der Nachtstunden. Weitere Voraussetzungen sind Pentagrid nicht bekannt, könnten aber vorhanden sein.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="empfehlung"&gt;
&lt;h3&gt;Empfehlung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Empfehlungen für Accor/IBIS und den Hersteller:&lt;/p&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Die Schwachstelle sollte behoben werden. Dabei sollte die Angabe einer gültigen Buchungsnummer erforderlich sein.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Das Terminal sollte nach weiteren Daten fragen, die normalerweise nicht in Buchungsbestätigungen oder Rechnungen dokumentiert sind. Andernfalls könnte eine weggeworfene Rechnung oder Buchungsbestätigung einen Zugang zu einem Hotelzimmer ermöglichen. Dies könnte ein PIN-Code sein, da Menschen einen PIN-Code in der Regel als vertrauliche Information erkennen und eher darauf achten, diese Information nicht preiszugeben.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Betroffene Hotels sollten so früh wie möglich über die Sicherheitslücke informiert werden und Empfehlungen für erste Maßnahmen erhalten. Sobald eine Lösung verfügbar ist, sollten die Empfehlungen für Maßnahmen aktualisiert und die Hotels über die Änderung informiert werden.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Buchungen sollten vorsichtshalber so früh wie möglich aus dem Terminal entfernt werden, zum Beispiel nach dem Ausdrucken der Zimmerdaten oder nach dem Einsehen der Buchung.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Empfehlungen für Franchisenehmer:&lt;/p&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Das Terminal sollte deaktiviert werden, solange das Problem nicht behoben ist.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sobald Softwareaktualisierungen verfügbar sind, sollte der Franchisenehmer das Software-Update installieren und überprüfen, ob das Problem gelöst ist.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="credits"&gt;
&lt;h3&gt;Credits&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Sicherheitsproblem wurde versehentlich von Martin '------' Schobert (Pentagrid) gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;/section&gt;</description><category>Advisory</category><category>Physische Sicherheit</category><guid>https://www.pentagrid.ch/de/blog/preisgabe-tastenschloss-codes-check-in-terminal-ibis-hotel/</guid><pubDate>Tue, 02 Apr 2024 10:23:00 GMT</pubDate></item></channel></rss>